ULEI · 19
gebundenes Clavichord
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
1 Manual, C-f3, 8'8'. Rechteckiger Korpus mit einspringender Klaviatur, 1116 (1143) mm breit, 359 (369) mm tief, 103 mm hoch, mit dem (nicht zugehörigen) Deckel 120 mm hoch. Unterboden, Wände, Deckel und Damm aus Kiefer. Der Unterboden 24 mm stark, unter den Hinterenden der Tastenhebel C-cis 13 Bohrlöcher, Durchmesser etwa 5 mm, noch offen, unter den Vordertasten in der gesamten Breite der Klaviatur 13 größere Bohrungen, Durchmesser 8 mm, jetzt durch Langholzdübel verschlossen. Die Wände 10 bis 10,5 mm stark, unverdeckt gezinkt, die obere Kante auf Gehrung geschnitten, auf dem Unterboden stehend. Deckel und Klaviaturklappe aus 2 Schichten verleimt, innen eine originale Bildtafel, außen ein jüngerer Bildträger, nur der breite, auf der Abbildung deutlich erkennbare Keil aus einem Stück und gleichen Alters wie der Bildträger. Der Deckel mit 2 Haken und Ösen, die Klaviaturklappe mit einem Pergamentstreifen, die Vorderklappe mit Drahtscharnieren angeschlagen, alles nicht original. Der Damm 13 mm stark, geknickt, mit klammerartig ausgeschweiftem Fenster, 138 mm breit, 27 mm hoch. Auf dem Unterboden von der rechten vorderen zur linken hinteren Ecke eine Stabilisierungsleiste, nicht original. Links neben der Klaviatur ein Kästchen. Stimmstock aus Rotbuche, gerade, unter dem Resonanzboden. Anhangleiste aus Linde, auf der Oberseite eine Hartholzplatte, an der Seitenwand 34 mm, am Diskantende 17 mm breit, in 12 mm Höhe über dem Resonanzboden beginnend. Wirbel in 4 Reihen. Keine Drahtnummern.
Decorative features
Auf der Innenseite des Deckels ein Gemälde mit Hafen an einer südlichen Küste, in einer gebirgigen Landschaft gelegen, mit Befestigungsanlagen auf vorgelagertem Felsen. Links ein vor Anker gehendes Schiff, auf dem die Segel gerafft werden, in der Bildmitte ein langgestreckter, mit Warenballen beladener Kahn, in welchem auch Schiffspersonal, fremdländische (türkische?) Diener sowie ein europäischer und ein orientalischer (türkischer?) Handelsherr stehen. Auf dem mittleren Ballen eine Warenbezeichnung. Das Boot hat rechts an einem Kai mit Treppenanlage festgemacht und wird entladen. Auf dem Plateau ein kapellenartiger Rundbau und ein Festungstor, durch das die Waren hineingetragen werden, vor dem Tor ein Schweizer Gardist als Wache, rechts außen ein vornehmes Paar in modischer Kleidung. Die Malerei in italienischer Art, letztes Drittel 17. Jahrhundert, wohl von einem deutschen Meister und Teil eines früheren Cembalodeckels.
Literature references
Hubert Henkel: Clavichorde. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 4, Leipzig 1981, S. 46-48.
Measurements
Breite: 112,5 cm, Tiefe: 38 cm, Höhe: 12,5 cm