ULEI · 358

Terpodion

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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig

Description

Aufbau: Gehäuse mit vier gedrechselten Beinen, Deckel und Abdeckung. Auf dem Gehäuseboden im Diskantbereich ein schräg angestelltes, angeleimtes Brett (Resonanz). Pedal an einer zwischen den vorderen Beinen mit Winkeleisen angeschraubten Holzschiene befestigt. Vom Pedal führt ein Lederriemen (neu) zur Kurbel des vertikalen Schwungrades (mit einem Gewicht). Ein Treibriemen rotiert zwischen je einem Riementrieb (Holzscheibe mit umlaufender Nut) am Schwungrad und an der Walze; Spannung des Treibriemens regulierbar mit einem Hebel rechts hinten im Gehäuse. Walze lagert beidseits in Achsführung; Achsführung links auf einem mit einer Schraube verschiebbaren Brett. Zylinderförmige Walze aus vier Schichten, von innen nach außen: Spindel, Holzkern mit quadratischem Querschnitt, Holzschicht mit sechseckigem Querschnitt, runde Oberfläche. Oberfläche aus vielen rechteckigen Teilen zusammengesetzt, mit deutlichen Gebrauchsspuren. 73 Tastenhebel (in den unteren 1 1/2 Oktaven nach links ausladend, sonst gerade), über Drahtschlaufen und Lederstreifen mit den 73 Klangplatten verbunden. Klangplatten von F1 bis a1 massiv und bei etwa 1/3 der Länge auf Metallstift gesteckt. Übrige Klangplatten vertikal mit einem Einschnitt versehen, so dass nur der vordere, größere Teil der Platten schwingt, während am hinteren Teil die Befestigung am Metallstift erfolgt. Die schwingende Länge der Klangplatten nimmt somit zum Diskant hin ab, die Höhe zu. Klangplatten über Verbindungsarme (im Diskantbereich aus Metall, sonst Holz) mit Reibestäben verbunden. Verbindungsarme im Diskant (b1-f4) mit geschmolzenem Blei beschwert (Intonation). Reibestäbe der tieferen Tonlagen mit Bleieinschlüssen sowie mit zum Teil verstellbaren Bleigewichten an den Enden und auf den Verbindungsarmen. Reibestäbe in ihrer Größe den Klangplatten angepasst und auf Eisenstifte gesteckt.

Literature references

Birgit Heise: Membranophone und Idiophone. Europäische Schlag- und Friktionsinstrumente. Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig. Katalog, Leipzig 2002, S. 136.

Inscriptions

Signatur (auf ovalem Perlmuttschild in Messingumrahmung, geritzt)

Measurements

Gehäuse: Länge: 1300 mm, Breite: 672 mm, Höhe: 830 mm. Walze: Länge: 1024 mm, Durchmesser: 104 mm. Reibestäbe: Länge: 11 bis 103 mm, Höhe: 9 bis 40 mm, Stärke: 10 mm. Klangstäbe: Länge: 276 bis 284 mm, Höhe: 36 bis 46 mm, Stärke: 8 bis 10 mm

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