ULEI · 783
Lira da Gamba
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Foto: Janos Stekovics
Description
Das Instrument zeigt die typische Form der Basslyren, d. h. im allgemeinen dem Violoncell-Typ ähnliche Korpuskonturen mit ausgeprägten Mittelbügeln und scharf hervortretenden Ecken. Der bräunlichgelb lackierte, ebenfalls flache und oben abgedachte zweiteilige Boden ist aus geflammtem Ahornholz. Um Boden- und Deckenrand sind doppelte Äderchen eingelegt; der Boden wird außerdem in der Fuge von einer einfachen Ahornader durchzogen. Die beiden Schalllöcher zeigen dieselbe eigenartig geschweifte Form wie bei Nr. 782, sind aber hier einander abgekehrt und ziemlich hoch oberhalb des Steges in gleicher Höhe mit den Mittelbügeln eingeschnitten. Unterhalb des kurzen Griffbretts befindet sich ein von doppelten Ahornadern eingefasstes rundes Schallloch mit einer aus dem Deckenholz geschnitzten Rosette. Saitenhalter und Wirbelkasten sind, da die Lyra zu einem Violoncello umgearbeitet war, moderne Ergänzung und mit Schnitzereien im Spätrenaissance-Stil verziert.
Literature references
Georg Kinsky: Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln, Bd. 2, Köln 1912, S. 419-420.
Inscriptions
gedruckter Zettel
Measurements
Gesamtlänge: 105 cm