ULEI · 3905

Klaviorganum

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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig

Description

Johannes Pohlmann (geboren wohl 1717) ist in London von 1767 bis 1793 nachweisbar. Er war einer der ersten der sog. „Zwölf Apostel“, die nach dem Siebenjährigen Krieg von Deutschland (Sachsen) nach England (London) emigrierten. Pohlmann war wahrscheinlich nach Zumpe der zweite Klavierbauer in London; er übernahm jene Aufträge, die Zumpe aufgrund der hohen Nachfrage nicht befriedigen konnte. Das vorliegende Instrument aus französischem Adelsbesitz weist daher auch in seiner Bauweise deutliche Parallelen zum Instrument von Zumpe und Buntebart 1771 auf. Pohlmann baute meist fünfoktavige Tafelklaviere, wobei er zunächst in Compton Street, Soho, und später in der Great Russel Street, Bloomsbury, angesiedelt war.

Oben ein Tafelklavier mit Holzrahmen, links neben der Klaviatur 4 "Verschiebungen": u.a. Aufhebung der Dämpfung getrennt für Diskant und Bass/Klavier an- und abstellen. Im Unterteil die Orgel. Links ein Magazinbalg, zu bedienen über ein Pedal oder einen seitlich angebrachten Handhebel. Hinten liegend 15 Holzgedackt-Pfeifen, davor stehend 30 Metall-gedackte, davor stehend und liegend 30 offene Metallpfeifen. 3 Registerzüge vorn (außer Funktion).

Inscriptions

Mit Goldfarbe über der Klaviatur

Measurements

Breite 1610, Tiefe 618, Höhe 930. Zargenhöhe Klavierteil 185. Klaviatur Breite 827.

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