ULEI · 763
Crwth
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
Moderne französische Nachbildung nach dem einzigen bisher aufgefundenen Originalexemplar von der Insel Anglesey (Wales) v. J. 1742, das sich jetzt im South Kensington (Victoria and Albert-) Museum zu London befindet. Das Instrument hat einen viereckigen, unten etwas abgerundeten flachen Korpus, der sich in zwei gerade Arme fortsetzt, die an ihrem oberen Ende durch einen Bügel miteinander verbunden sind, in dessen Mitte der parallel mit den Armen verlaufende und mit einem Griffbrett versehene Hals mündet. Ein Charakteristikum des walisischen Crwth bildet die eigenartige Konstruktion des fast flachen und etwas schräg gestellten Stegs, dessen rechter verlängerter Fuß durch das eine der beiden in die Decke geschnittenen runden Schalllöcher hindurchgeift und auf dem Boden des Instruments ruht, also gleichsam den Stimmstock (franz.: I'ame) vertritt. Der Bezug besteht aus 6 Saiten, von denen vier über das Griffbrett laufende als Spiel und zwei frei danebenliegende Bourdons als Begleitsaiten dienen. Da dem eckigen Schallkörper des Crwth die Seiteneinschnitte fehlen und der Steg nur flach ist, kann der Bogen die Saiten nicht einzeln, sondern nur zu zweien (beide c- oder beide d-Saiten) berühren; die beiden Bourdon-g-Saiten wurden nur pizzicato angezupft.
Literature references
Georg Kinsky: Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln, Bd. 2, Köln 1912, S. 372.
Measurements
Gesamtlänge: 80 cm