ULEI · 2279
Mayuri (Mayūrī)
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Foto: Marion Wenzel
Description
Hölzerne Laute mit pfauenförmigem Korpus. Der Korpus ist mit einer Membran aus Tierhaut überzogen. Vier Spielsaiten, 15 Resonanzsaiten aus Messing, angehängt an zwei Hakenösen am Halsansatz des Pfaus. Am anderen Ende sind die Spielsaiten an vier Wirbeln befestigt, zwei seitenständig und zwei oberständig, im Wirbelkasten angebracht. Alle Wirbellöcher sind durchgehend. Wirbelkasten und Hals sind aus einem Stück Holz gearbeitet und mit einem schmalen Obersattel versehen. Auf dem Wirbelkasten eine aufgeleimte Holzplatte, an deren vier Kanten verzierte Knochenstreifen auf Gehrung verleimt sind. Die unten angehängten Resonanzsaiten werden durch kleine Stege (Knochen) abgelenkt, und sind an den Wirbeln befestigt. Diese Wirbel werden in einem Brett gehalten, welches mittels eiserner Holzschrauben seitlich am Hals befestigt ist. Zwischen dem Wirbelbrett und dem Hals befindet sich neben dem 11. Wirbel ein viereckiger Distanzhalter aus Messing. Stark gewölbte, bewegliche Bünde aus Messing sind mit Darmsaiten um den Hals gebunden, beidseitig auf einen schmalen Holzstreifen aufgelegt, der Rest des Griffbretts ist dagegen abgesenkt. Der Abschluss am Obersattel ist geschweift. Der Steg und der Kopfschmuck wurden ergänzt.
Decorative features
Es gibt eine deutlich erkennbare Fuge zwischen Korpus und Beinen. Die hölzernen Füße des Pfaus sind nur undeutlich ausgearbeitet, ungleich geschnitzte Rillen. Zudem angedeutete Flügel, auslaufend in einen kurzen, am Korpus anliegenden Schwanz mit leicht löffelförmigem Abschluss. Eine weitere Fuge erkennt man zwischen Korpus und dem Pfauenhals, am unteren Halsende sind beidseitig Löcher sichtbar. Am oberen Halsende ist eine Bruchkante erkennbar.
Literature references
Enrico Ille, Die Bestände aus Süd- und Südostasien im Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig. In: Musik-Stadt, Traditionen und Perspektiven urbaner Musikkulturen (Bericht über den XIV. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung Band 2, Hrsg. Sebastian Klotz), Leipzig 2012, S. 321-339
Georg Kinsky, Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln: Kleiner Katalog der Sammlung Alter Musikinstrumente, Cöln 1913, Seite 218 ("Tayuc", Mayuri")
Measurements
Länge gesamt: 1138, Höhe: 498, Breite: 182. Hals und Wirbelkasten Länge: 810, Länge Platte: 174. Wirbelkasten Breite: 87, Höhe: 51.6. Wirbel Länge: 140.1, Durchmesser: 8.5...10.2, Wirbelkopf Breite: 30. Obersattel Höhe: 17... 23, Stärke: 2. Griffbrett: Länge (gleichzeitig Halsmensur) 615, Breite: 84. Wirbelbrett der Resonanzsaiten: Länge gesamt: 522. Abstand zwischen Wirbelbrett und Hals 9. Wirbel Länge: 59.5, Durchmesser: 7.5, Wirbelkopf Durchmesser: 18. Korpus: Länge: 323, Breite max.: 183, Höhe: 139. Beinpartie: Höhe: 131, Breite: 33.5... 17.5. Steg Breite: 79, Höhe: max.: 35, Stärke: 3 ... 6.3. Mensur der Spielsaiten: 800. Schwingende Saitenlänge der Resonanzsaiten: (wegen unsicherer Stegposition) etwa: 234 ... 586