ULEI · 357
Melodion
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
Aufbau: Gehäuse mit vier viereckigen Beinen, Deckel und doppeltem Unterboden. Von der Abdeckung der Mechanik nur noch hölzerner Rahmen erhalten, Stoffbezug fehlt. Pedal (geschwungener Holzrahmen) an den Vorderbeinen in Messing-Halterungen eingehängt. Am Pedal rechts die Antriebsstange (Flacheisen) mittels einer Schraube eingehängt. Die Antriebsstange führt zur Kurbel des Schwungrades (mit dreiarmigem Kreuz und einem Gewicht), das vertikal auf der Achse der Walze steckt. Die zylinderförmige Walze mit Metall-Oberfläche ist aus vielen Teilen zusammengesetzt. Vor der Rückfront innen ein vertikales, geschwungenes Holzbrett mit 68 einendig befestigten Klangröhrchen mit aufgesteckten verschiebbaren Gewichten (zum Feinstimmen); Gewichte und Röhrchen werden zum Diskant hin allmählich kleiner. An jedem Klangröhrchen ein auf der Vorder- und Rückseite mit Filz belegtes Metallplättchen (Feder) als Reibestab senkrecht angebracht. Bei Tastendruck (68 Tasten) werden die Reibestäbe mit einem Metallstift gegen die Walze gedrückt. Ihre Schwingungen übertragen sich auf die Klangröhrchen. Tastenhebel mit Ausbleiungen und Gewichten, die den Rückfall beschleunigen. Der Zwischenraum zwischen der Rückwand und dem Brett, in dem die Klangröhrchen stecken, ist zugleich Resonanzraum (unten und oben geschlossen). Für zusätzliche Resonanz sorgt der Raum zwischen den Unterböden.
Literature references
Birgit Heise: Membranophone und Idiophone. Europäische Schlag- und Friktionsinstrumente. Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig. Katalog, Leipzig 2002, S. 132-133.
Measurements
Gehäuse: Länge: 11625 mm, Breite: 592 mm, Höhe: 830 mm. Durchmesser Schwungrad: 240 mm. Walze: Länge: 914 mm, Durchmesser: 70 bis 72 mm. Metallplättchen: Stärke: 0,5 bis 1 mm, Breite: 9 bis 12 mm, Länge: 48 bis 64 mm. Klangröhrchen: schwingende Länge: 155 bis 15 mm