ULEI · 356
Clavicylinder
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
Aufbau: Gehäuse mit Deckel und Abdeckung (Holzrahmen mit blauer Seide), Unterboden zugleich Resonanzboden. Vier gedrechselte Beine in Messinghülsen. Pedal am rechten vorderen Bein befestigt. Gehäusewände beidseits hohl für die Unterbringung der Mechanik. Im Hohlraum linke Seite: Schwungrad aus Blei (an der Spindel der Walze befestigt) mit einem Gewicht. Rechte Seite: auf Spindel aufgeschraubte Kurbel aus Flacheisen. An der Kurbel eine Lederschlaufe. Von hier führen zwei Eisendrähte mit umgebogenen Enden zum Pedal. Die Walze besteht aus einem Holzzylinder mit vier aufgesteckten Glaszylindern. Unterhalb der Walze 63 Tastenhebel, über einen Waagebalken mit dem Unterboden verbunden. 63 Klangstäbe aus gebogenem Flacheisen sind an jeweils zwei Stellen mit Draht auf dem hinteren Teil der Tastenhebel festgebunden, berühren jedoch nicht auf ganzer Länge den Tastenhebel. Klangstäbe der beiden tiefsten Oktaven (bis fis) mit aufgesetzten befilzten Reibestäben, die übrigen Klangstäbe ohne Reibestäbe, mit Filzauflage an einem Ende. Zwei schräg liegende hölzerne Abdeckplatten verbergen die Klangstäbe. Ein Blechnapf für den Schwamm in rechter hinterer Gehäuseecke innen angenagelt.
Literature references
Birgit Heise: Membranophone und Idiophone. Europäische Schlag- und Friktionsinstrumente. Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig. Katalog, Leipzig 2002, S. 128-129.
Inscriptions
Signatur (ovales weißes Schild mit Rosengirlande aus Messing auf Vorsatzbrett)
Measurements
Gehäuse: Länge: 1050 mm, Breite: 568 mm, Höhe: 965 mm. Durchmesser Schwungrad: ca. 260 mm. Glaszylinder auf Walze: Breite: 178 mm, Stärke: 4 mm. Klangstäbe: Breite: 11 mm, Stärke: 2,5 bis 3,8 mm, Länge: 610 bis 115 mm