ULEI · 782
Lira da Gamba
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
Das Instrument zeigt die typische Form der Basslyren, d. h. im allgemeinen dem Violoncell-Typ ähnliche Korpuskonturen mit ausgeprägten Mittelbügeln und scharf hervortretenden Ecken; der Korpus ist jedoch von etwas gedrungenerem Bau als beim Violoncello mit verhältnismäßig kurzen Oberbacken. Charakteristisch ist ferner die Bauart der Decke, die sich von der Mitte aus in scharfen Kanten nach den Ecken zu abschrägt. Boden und Zargen sind aus schön geflammtem Ahornholz. Der rötlichgelb lackierte zweiteilige Boden ist flach und im oberen Teil wie bei den Gamben abgedacht; an den Rändern sind doppelte Äderchen eingelegt, die oben, unten und an den Ecken in verschlungene Ornamente auslaufen. In die mäßig gewölbte Decke sind ebenfalls doppelte "Flödeln" eingelegt; die beiden Schalllöcher sind von eigenartig geschweifter Form. Unterhalb des kurzen Griffbretts ist in die Decke außerdem ein rundes Schallloch mit einer (ergänzten) geschnitzten Rosette eingeschnitten. Das vorliegende Instrument war ehemals zu einem Violoncello umgearbeitet; Saitenhalter, Griffbrett, Hals und Wirbelkasten mussten daher ergänzt werden.
Literature references
Georg Kinsky: Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln, Bd. 2, Köln 1912, S. 419.
Inscriptions
gedruckter Zettel
Measurements
Gesamtlänge: 103 cm