ULEI · 1678
Inventionswaldhorn
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
3 1/2 Windungen, rechtsgebogen. Fallendes Mundrohr, Neigung zur Stürzenebene 38°. 3 Rohrteile, Anstoßverbindung, darüber Zwingen mit seitlichen Doppelrillen. Mundrohrzwinge konisch, vorn um 9,2 mm (4 2/3 Sächsische Linien), hinteres Ende durch Reparaturhülse verdeckt. Sächsischer Rand, Kranz (32 mm) mit Doppelrille und gepunzten Bogenmustern. Reparaturen: Mundrohr um ~ 4 cm gekürzt. 5 Flicken, untere Stütze einschließlich Fuß ersetzt (obere ein seitlich gerillter Blechstreifen). Hülse, Lotstellen. Zustand: Rohre aufgerissen, deformiert. Einfaches Orchesterhorn aus dessen späterer Zeit. In Ausstattung ähnlich Bachhius Nr. I 172, ebenfalls einem mittelwindigen Naturhorn Kerstens, jedoch von anderer Mensur. Frühe Schaffensperiode. Die Oberzwingenform ist im Prinzip die gleiche wie bei C. F. Sattler in Leipzig, bei dem Kersten wohl gelernt hat. Anstoßbauweise mit seitlich doppelt gerillten Zwingen nach alter Leipziger Tradition.
Literature references
Herbert Heyde: Hörner und Zinken. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 5, Leipzig 1982, S. 140/141.
Inscriptions
Königlich sächsischen Wappen.