ULEI · 2137

Partition Mustel

Instrument image

Zoom with the + and − buttons, a double-click, a pinch, or Ctrl + mouse wheel.

© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig

Description

Aufbau: Kasten mit Deckel (mit zwei Scharnieren befestigt), mit einem Griff mit Beschlag und einem Schloss. Im Kasten zwölf Metall-Klangplättchen in einer Reihe auf zwei Holzleisten mit Filzunterlage. Plättchen an den Auflagepunkten senkrecht durchbohrt und mit Schrauben fixiert; mit angelöteten Gewichten auf beiden Enden. Tastenknöpfe aus hellem und dunkel gefärbtem Holz (analog Klaviertasten). Unterschlägige Hammermechanik, mit Bleigewichten in den Hammerköpfen. Hammerschaft mit Stift angelenkt (siehe Zeichnung). Hammerkopf mit Filz belegt.Anmerkungen: 1. Am 29. März 1888 erhielt Victor Mustel ein Patent für diesen Stimmapparat (französisches Patent Nr. 189663), bei dem 12 langplättchen aus Stahl mittels Tastenhebeln anzuschlagen sind. Der entstehende Ton klingt sehr lange nach und bildet fast keine Obertöne. Mustels Vorstellungen zum Zweck der Erfindung und zu ihrer sinnvollen Anwendung lassen sich der Gebrauchsanweisung im Deckel des Kastens entnehmen. Die „Partition Mustel“ eignet sich demnach zum Stimmen vieler Instrumente (Klaviere, Orgeln, Harfen, Blasinstrumente, Glocken, Schellen u. a.). Unentbehrlich sei sie z. B. in ferneren Ländern, wenn dort kein Klavierstimmer zur Verfügung stehe. Das Instrument sei mit größter Präzision gleichschwebend gestimmt und ebenso wie die Stimmgabel von stets gleichbleibender Tonhöhe. Die Gebrauchsanweisung bietet sodann einige Ratschläge für diejenigen, die ihr Klavier selbst stimmen wollen. Detailierte Beschreibung, Bilder und Bemerkungen siehe: Birgit Heise: Membranophone und Idiophone. Europäische Schlag- und Friktionsinstrumente. Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig. Katalog, Leipzig 2002.

Literature references

Birgit Heise: Membranophone und Idiophone. Europäische Schlag- und Friktionsinstrumente. Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig. Katalog, Leipzig 2002, S. 208-209.

Inscriptions

Signatur gedruckt, über Gebrauchsanweisung im Innern des Deckels.

Signatur auf tiefstem Klangplättchen eingeschlagen.

Measurements

Kasten: Länge: 350 mm, Breite: 158 mm, Höhe: 79 mm. Plättchen: Breite: 20 mm, Stärke: 1 mm, Länge: 112 bis 85 mm. Tastenhebel: Länge: 85 mm, Breite: 13.

download Download record