ULEI · 2351
Nigen-kin
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
Zweisaitige Zither. Hölzerner Resonanzkörper, bestehend aus einer halbrunden Decke und einem untergeleimten Boden. Die Decke zeigt innen 11 durchgehende Längsrillen eines Hohleisens. Der Unterboden mit zwei ausgesägten Öffnungen, kreisförmig (Durchmesser: 69) und halbmondförmig (Länge: 70, Breite max.: 20). Zwei Wirbellöcher gebohrt und mit je einer Buchse aus Knochen versehen, von unten mit zwei kreisrunden Stoffstücken hinterklebt (Durchmesser: 17). Zwei Wirbel aus dunklem Holz, konisch mit sechskantigen Wirbelköpfen. Vor dem oberen Ende zwei Löcher (Durchmesser: 5,4), durch welche ein roter Faden gezogen ist. Darunter zwei kleine Löcher (Durchmesser: 2,2) zum Durchführen der Saiten sowie vier Löcher nebeneinander am Decken- Ende (Durchmesser: 7). Auf beiden Seiten jeweils zwei weitere Löcher nebeneinander (Durchmesser: 5,3). Unterhalb der Wirbel ein Loch (Durchmesser: 3,2) zum Hindurchführen der Saiten. An beiden Seiten des oberen Deckenrandes je zwei schräg übereinander befindliche Löcher (Durchmesser: 5). Alle Löcher sind mit Knochen ausgebuchst. Im Korpusinneren befinden sich (40 vom unteren Rand und 170 vom oberen Rand) zwei hölzerne Zwischenwände. Von ursprünglich 31 Markierungspunkten, aus Knochen gedreht (Durchmesser: 5), sind noch 12 erhalten. Zwei Saiten aus Seide, gerissen. Es fehlen die Stege und die Kordeln.
Decorative features
Der Boden hat am oberen Ende ein Stück Ebenholz aufgeleimt (Länge: 162, Breite: 88, Höhe: 8,3), mit ausgesägten Ornamenten, die mit satinartigem, gemustertem Stoff unterlegt sind.120 vom unteren Rand ist ein Kreis satinartigen Stoffes, der um eine Pappe herum gelegt ist, aufgeleimt. Auf der Rückseite dieser Pappe sieht man handschriftliche, schwarze japanische Schriftzeichen. Auch die hölzernen Zwischenwände sind zur Sichtseite hin mit satinartigem Stoff beklebt; jeweils mit eingewebten Mustern aus roten und goldenen Fäden.
Literature references
Georg Kinsky, Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln: Kleiner Katalog der Sammlung Alter Musikinstrumente, Cöln 1913, Seite 222 ("Jacumo-Koto")
Inscriptions
Innen an der Decke ein Brandstempel mit zwei alten japanischen Zeichen
Measurements
Länge gesamt: 1098. Breite: 100 127. Höhe gesamt ohne Wirbel: 45. Schwingende Saitenlänge ohne Stege: 892. Saiten Stärke: 0,55. Wirbel Länge: 74. Durchmesser oben max.:17, unten: 8,5. Knochen-Röhrchen Länge: 54, Durchmesser: 19,3. Fingerplektrum Länge: 36, Durchmesser: 18,6. Boden Stärke: 5, Decke Stärke: 6,2.