ULEI · 1284
Stockflöte
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig
Description
d1-Größe auf d1. Mundloch: D = 8,7 x 10,3 mm. 1 Klappe für es1, verloren gegangen. Korpuslagerung. Die Tonluft entweicht aus Windlöchern in der Stockspitze. Stockspitze nicht erhalten. Pfropfen = zweiteiliger Stockgriff. Durch die Herstellung aus einem Weinstock in der Formgebung weitgehend festgelegt. Anlage vorerst ohne Vergleich. Bemerkenswert ist der lange, nicht ausgebohrte Stockgriff, der gleichzeitig Pfropfen ist. Mensur- und Klangtyp der Zieglerflöte. Die relativen Grifflochweiten haben die für J. Ziegler charakteristische Tendenz 1-3-6 2 5 4. Konus = 7/9. Durch vorliegendes Instrument entstehen u. a. die Fragen, ob Ziegler als Schüler St. Kochs bei seinen Neuerungen (engere Bohrung, Griffloch 4 relativ weiter als Griffloch 5 u. a.) auf französischen Vorbildern basiert, ob evtl. Tabard das Mensurprinzip der Zieglerflöte geschaffen oder von Ziegler mit übernommen hat. Es muss berücksichtigt werden, dass Tabard auch Händler war, wobei noch zu ermitteln ist, ob die Firma nach seinem Tode 1845 weitergeführt wurde. Durchschnittlich gearbeitet.
Literature references
Herbert Heyde: Flöten. Musikinstrumenten-Museum der Karl-Marx-Universität Leipzig. Katalog, Bd. 1, Leipzig 1978, S. 127-128.
Georg Kinsky: Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln, Bd. 3: Blas- und Schlaginstrumente [unveröffentlichtes Manuskript, ca. 1912], S. 91.
Inscriptions
Herstellersignatur. Werkstattzeichen (?): «Blütensterne»
Measurements
Länge: 825 mm