ULEI · 231

Claviorganum

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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig

Description

Das stattliche Instrument ist in Lärche furniert. Die Füllungen des Unterbaus, in den das Orgelwerk eingebaut ist, sind durchbrochen und mit grüner Seide hinterspannt. Inmitten des Vorsetzbrettes über der Klaviatur ist ein kleines Glasschild mit Messingeinfassung angebracht. Der Flügel hat im Bass zweichörige, im Diskant (von b1 ab) dreichörige Besaitung und deutsche Mechanik mit Messingkapseln und Auslösung. Zur linken Seite über der Klaviatur befindet sich ein sog. "Fagottzug", der durch Auflegen einer mit einer Papierrolle besetzten Leiste auf die Basssaiten wirkt. Von den vier vorhandenen Pedalen ist das zweite ein Piano-, das dritte ein Fortezug für das Hammerwerk. Mittels zweier zu beiden Seiten an den Klaviaturbacken angebrachten Schieber kann das Hammerwerk abgestellt werden, so dass das Orgelwerk, das aus einem Register gedeckter Holzpfeifen im 8-Ton besteht, dann allein benutzbar ist. Das Gebläse wird durch das vierte Pedal vom Spieler selbst bedient, während mittels des ersten Pedals, das mit einem sogenannten "Sperrventil" in Verbindung steht, die Windzufuhr abgestellt, das Orgelwerk also sofort ausgeschaltet werden kann. Unterhalb der Klaviatur sind außerdem zwei Züge angebracht, die getrennte Anwendung von Bass und Diskant des Orgelwerks gestatten. Umfang der Klaviatur: Contra-F - c4 (fünf Oktaven und Quinte). Die Untertasten sind mit Ebenholz, die Obertasten mit Bein belegt.

Literature references

Georg Kinsky: Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln, Bd. 1, Köln 1910, S. 202.

Measurements

Länge: 2,17 m, Breite: 1,05 m, Höhe: 96 cm

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