ULEI · 3434
Morin khuur
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© © Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Foto: Marion Wenzel
Description
Zweisaitige Spieß-Streichlaute. Korpus oktogonal. Die Decke aus Leder, die hölzerne Zarge besteht aus aneinander gesetzten "Kassetten", jede zweite Kassette ist mit Schnitzereien versehen (Motive: Blumen und Ranken). Der Boden ist aus dreilagigem Sperrholz mit einem Schallloch und ausgesägten Ornamenten versehen. Der Hals ist mit einem durch den Korpus hindurchgehenden Spieß versehen, dessen Ende zugleich der Saitenhalter ist. Der Hals mit dem Wirbelkasten läuft in einen geschnitzten Pferdekopf aus. Am Übergang vom Hals zum Wirbelkasten gibt es aufgesetzte Schnitzereien (Motive: Blumenornamente, Vogel, kyrillische Buchstaben). Zwei Saiten aus schwarzem Pferdehaar, die beidseitig in Messinghülsen geführt werden. Die Hülsen haben Ösen, da sind geflochtene Fäden angebunden, welche zum Saitenhalter bzw. zu den Wirbeln verlaufen. Sie verlaufen durch Löcher im Saitenhalter und werden von innen an den Wirbeln befestigt. Die Wirbel sind blütenförmig. Ein geschnitzter Steg (Motive: Rankenornamente). Das gesamte Instrument ist rotbraun gebeizt. Es entstammt sehr wahrscheinlich einer Serienproduktion.
Literature references
Yu Filipiak, Die ostasiatischen Geigen der Leipziger Sammlung. In: Musik-Stadt, Traditionen und Perspektiven urbaner Musikkulturen (Bericht über den XIV. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung Band 2, Hrsg. Sebastian Klotz), Leipzig 2012, S. 343-359
Inscriptions
Am Hals eingeritzt (Bedeutung noch unklar).
Schild am Wirbelkasten (Bedeutung noch unklar).
Measurements
Länge gesamt: 1139. Korpus Länge: 323, Breite max.: 293, Höhe: 85. Schwingende Saitenlänge: 573 und 593. Hals Länge: 555, Breite: 33 ... 28. Hals Stärke: 28 43. Steg Höhe: 38. Wirbel Länge: 170, Durchmesser max.: 34,4. Schallloch Durchmesser: 45,5...46,8. Bogen Länge: 657. Bogenstange Durchmesser: 11,6 ... 10,8, am Mittelstück: 11,5.